Der Berater, den ich damals gebraucht hätte.
Mit 22 Jahren übernahm ich 1997 nach dem frühen Tod meines Vaters seinen Nachlass. Ich war jung, naiv und überzeugt, dass ich das schon hinbekomme. Die Aufgaben waren riesig. Ich hätte mir einen Berater an meiner Seite gewünscht. Heute bin ich dieser Berater.
- 1945
Meine Familie verliert im Osten ihren gesamten Besitz und flieht. Besitz, Verlust und Neuanfang begleiten unsere Familie seitdem.
- 1982
Mein Vater, Eckard von Alvensleben, gründet in Hamburg sein Unternehmen und baut es zum Bauträger aus: Altbausanierung und Neubau, an der Küste und in den neuen Bundesländern.
- Dezember 1997
Mit 22 Jahren übernehme ich den Nachlass. Ich bringe die laufenden Projekte zu Ende, von Sylt über Hamburg bis Leipzig, Dresden, Berlin und Frankfurt (Oder), in Wohnen, Büro und Handel. Es geht um mein eigenes Geld, mit der Ausbildung zum Kaufmann der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft, aber ohne Erfahrung. Hier entsteht meine Basis.
- 2000
Parallel zum Nachlass steige ich als Angestellter in die institutionelle Immobilienwirtschaft ein, zuerst bei der ITC in Hamburg, ab 2003 bei der ITCM in Düsseldorf. Ich habe viel gelernt, aber kein Netzwerk. Als Angestellter will ich mir das fehlende Rüstzeug aufbauen.
- 2000 – 2016
Im Vertrieb für Dienstleistungsgeschäfte gewinne ich Verträge für Shoppingcenter und Büroportfolios und baue das Netzwerk auf, das mein Unternehmen heute trägt. Ich helfe beim Aufbau der Wohnimmobilientochter, begleite Zukäufe im Ausland und entwickle als Associate Director Business Development Konzepte für institutionelle Auftraggeber und immer wieder Strategien für den Konzern, später Bilfinger Real Estate. Das Unternehmen wächst in dieser Zeit von rund 200 auf rund 3.000 Mitarbeitende.
- 2015 / 2016
Meine letzte Strategie zeigt, wie institutionelle Dienstleister näher an Family Offices heranrücken können. Diese Idee setze ich ab 2016 in meiner eigenen Gesellschaft um: re:alvensleben IMMOBILIEN in Düsseldorf.
- Seit 2016
Ich berate Familien, die Immobilienbesitz haben oder Immobilienunternehmen besitzen, in den Situationen, in denen ich selbst einmal stand. Ich sitze in Beiräten, unter anderem eines Single Family Office und von PropTech-Unternehmen, und arbeite eng auf Entscheiderebene.
Ich hätte mir einen Berater an meiner Seite gewünscht. Heute bin ich es.
Meine Stärke liegt in der Konzeption und im Bau von Produkten, die gekauft werden. Netzwerk hat nur, wer vertrauensvoll ist und gute Arbeit leistet. Das habe ich von meinem Vater übernommen. Er war ehrlich, offen, in manchen Dingen hart, aber immer mit klaren Zielen.
Ich stamme aus dem Haus Glauchau der Familie von Alvensleben. Mein Ur-Ur-Urgroßvater Albrecht führte Güter in Sachsen-Anhalt und Westpreußen. Sein Sohn Gebhard erbte das Familiengut Glauchau, danach folgten mein Großvater Hubertus und mein Vater Eckard. 1945 verlor meine Familie im Osten ihren gesamten Besitz und floh in den Westen. Meine Vorfahren mussten alles zurücklassen und neu anfangen. Das prägt meine Sicht auf Besitz: Er ist anvertrautes Gut, das man bewahrt, verantwortet und weitergibt, und nichts, was man als selbstverständlich ansehen darf.